"Roabdigalle" sorgen für Stimmung

Leinwandhelden ziehen lauthals durch die Stadt

Erstmals beschirmen Pfarrer Catta und Bürgermeister Richter den traditionellen Fastnachtsumzug der Albertus-Kita.

Wie im Großen, so im Kleinen: Nachdem in den närrischen Fastnachtshochburgen am Rosenmontag aufgrund des vorhergesagten Sturms etliche Karnevalsumzüge buchstäblich ins Wasser fielen, richteten tags darauf auch die Verantwortlichen der Albertus-Kindertagesstätte bange Blicke gen Himmel: Am Fastnachtsdienstag startet traditionell der „Krachmacher-Umzug“ in der Einrichtung an der Heidelberger Straße, der sich durch die anrainenden Gassen bis hin zum Caritasheim schlängelt. Trotz der Wetterkapriolen ließen sich die kleinen und großen Narren vom einsetzenden Regen nicht abhalten und machten sich unter Begleitung der „Bensemer Roabdigalle“ auf den Weg. Mit den ihr eigenen rhythmischen Klängen fegte die weit über die Region hinaus bekannte „Guggefetzband“ jedwede trübe Stimmung angesichts des miesen Wetters hinweg.

Kein Wunder auch, hatten sich die Kinder doch schon lange auf ihren eigenen Fastnachtsumzug durch die Straßen gefreut. Dieses Mal hatten sie sich – in einer demokratischen Abstimmung – für das Thema „Film“ entschieden. Verkleidung und Kostüme sollten das Motto umsetzen. Was lag da für die Jungs näher, ganz aktuell, in die Rollen der Star Wars-Helden zu schlüpfen – allen voran „Darth Vadder“. Die Mädchen ließen sich von der „Eiskönigin“ inspirieren, der schönen Prinzessin „Elsa“ mit ihren langen Haaren und seidenem Kleid. Aber auch weitere bekannte Figuren aus Disneys phantasievoller Welt wie „Olaf“, der lustige Schneemann aus „Völlig unverfroren“, der der Eiskönigin zur Seite steht, oder die „Minnie Mouse“ waren unter den Fassebutze ausfindig zu machen. Und die Piraten, legendäre Kinostars in ihren schmucken Uniformen, sterben nie aus.

Und so zogen die Leinwand-Helden lauthals unter „Bensem Eijo“-Rufen ins benachbarte Caritasheim, wo sich zahlreiche Senioren eingefunden hatten, um dem närrischen Treiben beizuwohnen. Im Hof des Caritasheims gab es erst einmal schmetternde Posaunen-, Trompeten- und Schlagwerk-Klänge der „Roabdigalle“, ehe es hinein ins Trockene ging. Neben den älteren Mitbürgern der Stadt konnte Monika Hess, die Leiterin der Kindertagesstätte St. Albertus, und ihr Team, auch viele Eltern und Großeltern begrüßen. Insbesondere zwei bekannte Stadtgesichter, die sich quasi als „Schirmherren“ dem Albertus-Gaudiwurm angeschlossen hatten, wohnten dem Krachmachumzug bei: Pfarrer Thomas Catta, der unter anderem als „Märchenprinz“ über Wochen durch die Fastnachtssäle gezogen war und mit seinen geschliffenen Vorträgen in der Bütt brillierte, und Bürgermeister Rolf Richter. Der Rathauschef hatte es sich ebenfalls nicht nehmen lassen, erstmals am Umzug der Albertus-Kita teilzunehmen. Und beide hatten sich kostümiert: Der Seelsorger von St. Georg war als Majestät erschienen, Bensheims Bürgermeister wohnte dem Spektakel als Edelmann bei.

Ein frohgelaunter Fastnachtsdienstag war es, dem das Wetter nichts anhaben konnte. Auch weil Harry Hegenbarth, dessen Kinder in die Albertus-Kita gehen, überdimensionale Regenschirme und -capes, aus dem Festival „Vogel der Nacht“ stammend, spontan zur Verfügung gestellt hatte. Neuauflage garantiert: in der Kampagne 2017.

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