Wilde Wetterküche, Forscherdrang und Geschichten vom Wolf

Über hundert Kinder und Eltern beim „Klimaforscher-Fest“ der Albertus-Kita

 

Bensheim. Mit dem griffigen Slogan „Diese Welt geht uns alle an!“ hatte die Kindertagesstätte St. Albertus am vergangenen Freitag zu einem „Klimaforscher-Fest“ ins Naturschutzzentrum eingeladen. Mehr als hundert Kinder und Eltern widmeten sich einen Nachmittag lang anhand von zahlreichen Aktionen, Experimenten und praxisorientierten Angeboten –  dem aktuellen Thema Klimaschutz. Hintergrund des „Klimaforscher-Fests“ ist das Engagement der Albertus-Kita an dem Projekt „Kleiner Daumen – große Wirkung“, einer Initiative der Metropolregion Rhein-Neckar.

Das Projekt will Kinder, Eltern und Erzieherinnen für alle Facetten des Themas sensibilisieren, sei es den Klimawandel, die Klimaerwärmung sowie den Klimaschutz. Eine Binsenweisheit ist, dass ein jeder von uns davon betroffen ist, insbesondere die nächsten Generationen. Doch das Projekt will nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern auch zum aktiven Handeln aufrufen. Anschaulich verdeutlicht wird dies an einem kleinen König, der im Mittelpunkt des Projekts „Kleiner Daumen – große Wirkung“ steht. Er, ein eher bequemer Zeitgenosse, hat sich bislang zu dem Thema Klima nur wenig Gedanken gemacht. Sein Daumen aber, der sein „grünes“ Gewissen ist, animiert den König zum Umdenken und bewirkt so einiges.

Früh übt sich

Ihren Beitrag leisten will auch die Albertus-Kindertagesstätte. In Anlehnung an den König ist es erklärtes Ziel der Einrichtung, die Kinder schon frühzeitig zu Klimaschützern werden zu lassen. Wie ein roter Faden zieht sich denn auch das Thema durch die pädagogische Arbeit und den Kita-Alltag: Anhand von „Forscheraufträgen“ für Kinder und Eltern geht es um die Bereiche Klimawandel, Klimaschutz sowie Konsum, Ernährung, Abfall und Mobilität – alles spannende „Daumengeschichten“, die die ökologische Dimension im Alltag Verdeutlichen. Eine „Klimaecke“ in der Einrichtung liefert Hintergrundinformationen und dokumentiert das Engagement, an dessen Ende eine „Klima-Auszeichnung“ steht.

Experimentieren an Stationen

So bildete das „Klimaforscher-Fest“ der Albertus-Kita einen wichtigen Baustein des Projekts. Erfahren und gemeinsames Forschen lautete das Motto. Die im Naturschutzzentrum von der Albertus-Kita aufgebauten und von den Erzieherinnen und einer Geopark-Rangerin betreuten verschiedenen Stationen rund um das Thema Klimaschutz stießen auf großes Interesse. Da ging es in der „Wilden Wetterküche“ um ein Bewegungsspiel, ein „Baum-Memory“ wurde angeboten und Wasser-Experimente und Luft-Experimente, die dem Treibhaus-Effekt nachgingen, waren weitere Themen-Stationen. Butter wurde selbst hergestellt und eine Bildcollage aus Abfällen gefertigt. Verarbeitet wurden dabei Joghurtbecher oder auch Toilettenpapierrollen.

Alexander Gebhardt, „Wolfsbotschafter“ des Nabu, berichtete in mehreren Kleingruppen über den schützenswerten Wolf, der in manchen Teilen Deutschlands wieder heimisch geworden ist.

Mit einem Lagerfeuer fand das „Klimaforscher-Fest“ seinen Abschluss – Gelegenheit zur Begegnung und des Austauschs und natürlich auch, sich mit selbstgegrillten Würstchen und so manchen Leckereien des von den Eltern bestückten Buffets zu stärken.

Zu Fuß oder mit dem Rad: Jede Meile zählt

Weiter geht es mit den Klimaschutz-Aktivitäten der Albertus-Kita unter anderem mit der Aktionswoche „Grüne Meilen – Sammelheft“. Vom 15. bis 19. Juni können die Familien ihre Alltagswege ganz bewusst klimafreundlich zurücklegen: zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Wer das Auto einmal stehen lässt, bekommt seine zurückgelegten „Meilen“ in das Sammelheft eingeklebt. Jede grüne Meile zählt, werden diese doch im Rahmen der Kampagne der UN-Konferenz übergeben. Auch hier hofft die Albertus-Kindertagesstätte auf eine gute Resonanz. Denn: Früh übt sich, wer ein Klimaschützer werden will.

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