Wenn Omas und Opas in die Kita kommen.

Im Rahmen des Projekts „Alt und Jung“ können sich Senioren in der Albertus-Kindertagesstätte engagieren

Wenn die Großeltern in die Kita kommen, freuen sich die Enkel. Schließlich können die Kinder den Ort zeigen, an dem sie viel Zeit verbringen. So einen „Oma und Opa-Tag“ hat die Kindertagesstätte St. Albertus veranstaltet. Der Vormittag stand unter dem Motto „Alt und Jung gemeinsam“ und ist Bestandteil der Vernetzungsinitiative mit dem Mehrgenerationenhaus Bensheim.

Rund 25 Senioren, vorwiegend Großeltern der Kinder, die die Einrichtung an der Heidelberger Straße besuchen, nutzten auch heuer die Gelegenheit, mit ihren Enkeln etwas zu unternehmen. Das geschieht heutzutage viel zu selten. So bot sich ein ungewohntes Bild in der Albertus-Kita: Erwachsene auf kleinen, niedrigen Stühlen sitzend, Omas, die in die Hocke gehen und Opas, die auf allen Vieren durch die Kita rutschen. Das sorgte für großes Hallo und ausgelassene Heiterkeit, was sich unschwer an den strahlenden Gesichtern ablesen ließ. Bei den unterschiedlichsten Aktivitäten und Beschäftigungen hatten Jung und Alt jedenfalls mächtig Spaß.

Bewegung, Spiel und Spaß

So wurde – ganz der Jahreszeit Rechnung tragend – aus herbstlichen Materialien, die die Natur in diesen Tagen hervorbringt, Phantasievolles gebastelt. Etwa niedliche Eulen aus Tannenzapfen oder Tiere aus selbst gesammelten Kastanien, die eigens mit einem Kastanienbohrer gefertigt wurden. In einem anderen Raum wurde ein Erzähltheater angeboten, in einer weiteren Ecke aus Bilderbüchern vorgelesen, Bilder gemalt oder Memory gespielt.

Die Jungs holten Traktoren und Baufahrzeuge aus der Spielkiste, um damit gemeinsam mit ihren Großvätern durch die Gegend zu sausen. Dazu passte, dass insbesondere die Opas in der Kita-eigenen Werkstatt mit Hammer und Bohrer hantierten. Dabei entstanden eindrucksvolle Holzarbeiten. Bei den Mädchen wurde im Rollenspielzimmer dagegen eher der Schönheit gefrönt: Maniküre für die Finger, Schminken mit Pinseln und das Aufdrehen der Haare mit Lockenwicklern ließen die Omas noch hübscher werden. Auch Einkaufen im Kaufladen war angesagt. Körperliche Ertüchtigung und Bewegung stand in der Turnhalle auf dem Programm. In bunten Tüchern eingewickelt entstanden Kurzerhand Kutschen, in denen die Großeltern ihre Enkel und umgekehrt hinter sich herzogen.

Herbstlieder zum Ausklang

Ein Großvater griff spontan zur Gitarre und stimmte Lieder an. Überhaupt wurde an dem Vormittag viel gesungen in der Albertus-Kita, zum Abschluss der gemeinsamen Veranstaltung Herbstlieder. Einen Stuhlkreis bildend, berichteten die Senioren in der „Kinderbesprechung“ von ihren Eindrücken und Erlebnissen mit den Kindern.  Das Miteinander der Generationen, das großen Anklang fand, war der Auftakt von gemeinsamen Spiel-, Erzähl- und Vorlesestunden. Ab sofort können sich die Großeltern der Albertus-Kinder, aber auch interessierte Senioren der Stadt, in der Kindertagesstätte engagieren, um gemeinsam Zeit mit den Kindern zu verbringen. Das reicht bis zur Unterstützung bei den Hausaufgaben.

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